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DEFAULT : Im goldenen Fluss des Lebens
05.04.2013 10:34 ( 1493 x gelesen )

ARBON. Frühlingshaft ist zumindest die Ambiance im Seeparksaal: Die Arboner «Messe am See» hat gestern ihre Tore geöffnet. Sechzig Aussteller sind vertreten. Umworben werden vor allem die rüstigen Rentner, die Golden Ager: Dienstleistungen und Vorträge bilden einen Messe-Schwerpunkt.
MAX EICHENBERGER



 
Die einstige Arboner Frühlingsmesse hat sich zur regionalen «Messe am See» entwickelt – und heisst nun auch so. Am späten Nachmittag ist sie gestern eröffnet worden. Ohne Frühlingswetter, dafür in heiterer Stimmung. Alles drängte sich um die «Piazza» vor der Bühne, als Messepräsident Jörg Freundt mit Ausstellern sowie Vertretern aus Wirtschaft und Politik anstiess und dann die Besuchercouloirs zwischen den Ständen freigab.
 
Balg: «Schon gewonnen»
Draussen auf dem Vorplatz, wo sich unter anderem die Stadt Arbon mit einem Ausstellungstruck als Energiestadt präsentiert, war es fröstelig kühl. Dazu setzen im Saal frische Farben bei den schön gestalteten Ständen einen Kontrast. Viel Engagement hätten die Aussteller gezeigt, freute sich Freundt. «Wenn der Zulauf so gross ist wie bei der Eröffnung, dann hat die Messe schon gewonnen», strahlte auch Stadtammann Andreas Balg um die Wette. Die Stadt selber ist mit der Kinder- und Jugendarbeit, deren Zielgruppe mit der Alkoholprävention die Jugendlichen sind, ebenso aktiv vertreten wie mit ihren Dienstleistungsangeboten für ihre gesetzteren Einwohner.
 
Rund ums Alter
Vieles dreht sich an der Messe um die sogenannten Golden Ager, die auch wirtschaftlich ein interessantes Segment sind, wie Jörg Freundt betont. Die Thurgauer Bevölkerung wachse bis 2015 um 16 Prozent, und der Anteil der rüstigen Pensionäre nehme ebenfalls überproportional zu. Das bedeute einerseits Kaufkraft. Anderseits sieht sich auch die Gesellschaft in der Pflicht, die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung aufzunehmen und der demographischen Entwicklung Rechnung zu tragen: zum Beispiel mit dem Ausbau von Dienstleistungen. Verschiedene Institutionen, unter anderem Pro Senectute und das Forum 60+/–, bieten ein interessantes Rahmenprogramm mit Informationsveranstaltungen rund ums Alter, die einen Besuch der Messe am See – nicht nur für die älteren Jahrgänge – lohnenswert machen. Mit viel Enthusiasmus, so Jörg Freundt, habe sich Kurt Frech darum bemüht, Fachreferenten nach Arbon zu bringen.
 
Der ehemalige Franziskanermönch Benno Kehl, der der Liebe wegen nach 20 Jahren Klosterleben die Mönchskutte abgelegt hatte, sprach als Gastreferent an der Eröffnung über seine Erfahrungen. Bruder Benno, der nun Schale trägt, aber immer noch an eine Ordnung hinter der Schöpfung glaubt, gab den jüngeren Besuchern zu bedenken: «Man sollte sich nicht erst ab 60 in den goldenen Fluss des Lebens begeben.»
 
Senioren singen
Das Seniorenchörli Arbon – kein Sänger ist unter 70 – hat den Auftakt zu der bis Sonntag dauernden Messe mit einigen Liedvorträgen umrahmt – passend zum Motto. Dirigentin Rita Grab hat sich des Chörlis vor einem Jahr angenommen und übt mit ihm regelmässig. «Die Mitglieder finden so auch unter sich Halt.»

Quelle: Thurgauer Zeitung, 4. April 2013


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